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Meine kleine Tour de Suisse. Nachtrag

Was bleibt von so einer Tour? Hier ein paar meiner Gedanken: Ob Mountainbike oder Rennrad: Eine Tour in den Bergen ist ein unvergessliches Erlebnis und ein Boost fürs Ego, gleichzeitig lehrt sie Demut vor der Größe der Natur. Try it! Rennradfahren bedeutet Freiheit, Leichtigkeit, puristisches Fahren. Was stört da? Genau: Gepäck. Nie wieder fahre ich mit Rucksack! Nicht nur bergauf schlägt das Gewicht brutal zu. Auch bergab hat mich der Rucksack massiv gestört, er macht die Abfahrten unsicherer. Ein Rucksack degradiert jeden Rennradfahrer zum Touristiker. Das nächste Mal werde ich ein Basislager oder eine Tour mit Begleitfahrzeug buchen. Eat, sleep, pedal: Aus diesen drei Zutaten besteht eine Rennradtour, und dazu passen meiner Meinung nach am besten einfache, gut geführte Hotels. Für Wellness oder Sightseeing ist eh keine Zeit. Auch zukünftig werde ich mir Strecken nicht nach prominenten Pässen, sondern nach Landschaften aussuchen . Palmarès (Rennrad-Slang für: Liste de...

Meine kleine Tour de Suisse II

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Schweizerhaus am Col du Pillon Pässe sind selten schön. Die Straßen hinauf sind es, die Landschaften und Berge drumherum, die Abfahrten können gar traumhaft sein, aber oben sieht es meist karg aus, manchmal sogar monströs häßlich. So auch auf dem Col du Pillon jenseits von Gstaad. Jeder Meter auf dem Weg zur Passhöhe ist ein Genuss, aber oben erwartet den Durchreisenden ein riesiger Parkplatz und überall Autos, Autos, Autos, dazu eine Giga-Seilbahnstation mit dem Charme eines Altkleidercontainers. Aber an den Rand haben sie die durchaus raumsparende Attrappe eines Schweizer Chalets gestellt. Fürs Foto.  Hübsch, nicht wahr? Das ist die Realität: Blick in die Gegenrichtung, drumherum gibt's noch viel mehr Parkplatzwüste Schnell weiter. Aber zurück zum Anfang des Tages. Der Weg zum Col du Pillon könnte idyllischer kaum sein. Der Radwanderweg Nr. 9 führt lange an einem kleinen Bach entlang und streift kurz Gstaad, ehe er auf die Hauptstraße einmündet. In Gsteig be...

Meine kleine Tour de Suisse I

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Eigentlich sollte dieser Trip ganz anders laufen. Und zwar so:  Vom Gotthard zum Genfer See. Start hätte am vergangenen Donnerstag sein, es hätte mit kleinem Gepäck über die Berge gehen sollen, doch das Wetter zog mit feuchter Tinte einen dicken Strich durch die Planung. Schneeregen war angesagt. Und darauf kann ich gut verzichten, mit 25 Millimeter schmalen Semislicks im Schnee herumzurutschen. Der übrigens tatsächlich ab 2.000 Metern fiel. Zum Glück habe ich die Sache gecancelt! Doch muss deswegen gleich die ganze Tour ausfallen? Nein; dazu hatte ich mich zu sehr auf die Schweizer Pässe gefreut. Also kommt nun die Kurzversion. Der nächste Debakel gab's beim Packen. Der Rucksack war zu klein, obwohl ich mich aufs Allernötigste beschränkt hatte. Abgesehen von der kleinen, faltbaren Bluetooth-Tastatur, mit der ich diesen Post schreibe. Und dem Mulititool mit Kettennieter: Was für ein Brikett! Warum in Gottes Namen habe ich den überhaupt nur gekauft? Ich habe noch nie nie n...